Schwarzer Tee

Schwarzer Tee – das rote und gesunde Koffeinwunder

In Tee-Sorten |

On 15. Juli 2019

Schwarzer Tee ist bei uns vor allem durch seinen Koffeingehalt bekannt. Außerdem enthält er noch viele weitere Stoffe, die unserem Körper sehr gut tun und unsere Seele verwöhnen.

In Ostasien wird er auch als „Roter Tee“ bezeichnet, da seine Farbe eher rötlich ist. Seinen Namen erhielt die Teemischung aufgrund seiner schwarzen Teeblätter.

Schwarzer Tee in der Herstellung

Eine Teefabrik erkennt man meist am ohrenbetäubenden Lärm der Maschinen. In der Regel sind es die Männer der Teepflückerinnen, die mit Kraft und Geschick in der Teeproduktion tätig sind. Die Produktion von orthodoxem schwarzen Tee besteht aus 5 ineinander übergehenden Arbeitsgängen – Hauptbestandteil ist die Fermentation.

Wissenswertes: Was bedeutet Fermentation?

„Die Teeblätter werden durch Rollen gequetscht und so die Pflanzenzellen teilweise zerstört. Bei der industriellen Produktion wird dabei meist das Crush,-Tear,-Curl-Verfahren angewendet. Die in der intakten Zelle getrennten Enzyme und andere Inhaltsstoffe der Teepflanze kommen zusammen und mit Sauerstoff reagieren die dunkel gefärbten Enzyme und Aromastoffe. Der Vorgang dauert etwa drei Stunden. Im Gegensatz zum Schwarzen Tee wird der Oolong-Tee nur kurz und der grüne Tee gar nicht fermentiert.“

Wikipedia – Fermantation von Teeblättern
Schwarzer Tee Teeblätter
Die gemahlenen Teeblätter ergeben einen aromatischen schwarzen Tee.

Gleich nach der Pflückung werden die frischen Blätter auf langen Rosten in den Hallen ausgebreitet und durch den Einsatz von heißer Luft zum Welken gebracht. In neueren Fabrikationsanlagen geschieht dies in geschlossenen Heißluftkanälen. Durch das anschließende Rollen der Blätter im „Cutter” werden die Zellwände aufgerissen, der Zellsaft tritt heraus und verbindet sich mit dem Sauerstoff aus der Luft. Es tritt ein Gärungs- und Oxidationsprozess ein, der die Blätter kupferrot färbt. Beim späteren Trocknen nimmt das Blatt dann eine immer dunkler werdende Farbe an und wir sprechen vom schwarzen Tee.

Der letzte Arbeitsschritt ist das Absieben der Blätter, bei dem die unterschiedlichen Blattgrade voneinander getrennt werden. Wir unterscheiden hier in Blatt-Tees (z.B. FTGFOPI), in Broken-Tees (z.B. BOP) oder in Fannings (Fngs.), welche die kleinsten Bruchstücke des Teeblattes beschreiben, und die für die Teebeutelproduktion eingesetzt werden.

Schwarzer Tee und seine Inhaltsstoffe

  • Koffein
  • Tannine (Gerbstoffe) – diese wirken äußerst beruhigend für den Magen-Darm-Trakt
  • Alkaloide –
  • Flavonoide – sekundäre Pflanzenstoffe
  • Theophyllin – steigert die Leistung des Herzens
  • Aminosäuren
  • ätherische Öle
  • Vitamine & Mineralien

Die Wirkung von Schwarzem Tee

Schwarzer Tee hilft besonders bei Magen-Darm-Erkrankungen und -Verstimmungen. Die vorhandenen Gerbstoffe senken sowohl den Blutdruck als auch den Cholesterinspiegel.

Auch hier ist die Wirkung von schwarzem Tee abhängig von der Teesorte. Ebenso gibt es sehr viele Vorurteile über diese Teesorte. Wissenschaftler untersuchen seit Jahren, ob diese Mythos oder Realität sind.

Schwarzer Tee und Koffein

Schwarzer Tee ist für seinen Koffeingehalt bekannt, ebenso wie grüner Tee. Die Blätter der Teepflanze enthalten von Natur aus bereits Koffein, welches sich bei der Verarbeitung nicht verflüchtigt.

1 Tasse Schwarzer Tee beinhaltet etwas halb so viel Koffein wie 1 Tasse Kaffee. Da das Koffein im Tee allerdings vom Körper langsamer aufgenommen wird als bei Kaffee, ist die Wirkung etwas schwächer – aber langanhaltender. Eine Tasse Schwarztee am Morgen kann Sie noch am Nachmittag beleben und für Konzentration sorgen.

Entzieht Schwarzer Tee dem Körper Wasser?

Ein weit bekannter Mythos der sich mittlerweile als unwahr herausgestellt hat. Angeblich sollte schwarzer Tee zu Symptomen wie Zittern oder Kopfschmerzen führen. Heute gilt diese Annahme in der Wissenschaft als widerlegt.

Allerdings enthält Schwarzer Tee Koffein und andere Wirkstoffe. Wer besonders viel schwarzen Tee trinkt, bei dem können die oben genannten Symptome auftreten.

Sorten von Schwarzem Tee

Es gibt auch hier unzählige verschiedene Sorten von Schwarztee. Die bekanntesten listen wir Ihnen hier einmal auf:

  • Darjeeling – zarter, blumiger Geschmack. Der Duft erinnert an Muskat.
  • Ceylon – kräftiger Tee, Zitrusfrucht-Duft.
  • Assam – kräftiger, würziger Geschmack. Der Duft ist herzhaft und leicht süßlich.
  • Earl Grey – Mischung aus chinesischem Schwarztee mit dem Öl der Bergamotte.

Zubereitung

Je nach Anbaugebiet sind die verschiedenen schwarzen Teesorten unterschiedlich intensiv im Geschmack und verlangen daher eine individuelle Zubereitung. Grundsätzlich gießt man alle schwarzen Teesorten mit kochendem Wasser auf. Je leichter der Tee ist, umso kürzer ist die Ziehzeit. Einen blumigen Darjeeling sollte man maximal 3 Minuten ziehen lassen, einen malzig-kräftigen Assam Tee dagegen bis zu 5 Minuten.

Tipp: Bei Magen-Darm-Problemen den Tee 10 Minuten ziehen lassen. Je länger er zieht, desto besser ist die Wirkung des Schwarztees bei diesen Beschwerden.

Wie auch bei grünem Tee gilt hier: Mit zu wenigen Blättern kann der Tee wässrig werden, bei zu viel, schmeckt er eventuell bitter.

Pro Tasse empfehlen wir ca. 2g Tee – das entspricht einem leicht gehäuften Teelöffel. Die schwarzen Teeblätter brauchen beim Ziehen etwas Platz, um zu quellen und ihre Inhaltsstoffe in das Wasser abzugeben. Daher empfehlen wir hier einen Teefilter, da in einem Tee-Ei oft nicht genug Platz ist.

Schwarzer Tee Zubereitung
Schwarzer Tee in der Zubereitung.

In den letzten Jahren haben sich viele Wissenschaftler mit der Wirkung von schwarzem Tee beschäftigt. Fakt ist: Er ist in sehr vielen Fällen gesund und nützlich. Er liefert Ihnen wertvolle Inhaltsstoffe, die sogar lebensverlängernd wirken und Krankheiten vorbeugen können. Als kleine Alternative können wir Ihnen auch aromatisierten Schwarztee empfehlen.

Wie genießen Sie Ihren schwarzen Tee am liebsten? Verraten Sie es uns in den Kommentaren!

Last modified: 10. September 2019

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